CO₂-Preis 2027 Unternehmen
Zusammenfassung
Der CO₂-Preis soll 2027 bei 55 bis 65 €/t liegen. So wirkt der BEHG-Korridor auf Erdgas, Heizöl, Diesel und die Kosten von Unternehmen.
Fossile Energie bleibt 2027 teuer. Die Bundesregierung plant für Erdgas, Heizöl, Diesel und Benzin weiterhin einen CO₂-Preis von 55 bis 65 Euro je Tonne. Für Unternehmen mit hohen Verbräuchen geht es dabei schnell um fünfstellige Zusatzkosten pro Jahr.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Wie funktioniert das Gesetz?
Entscheidend ist, was der CO₂-Preis Ihr Unternehmen konkret kostet und welche Maßnahmen diese Kosten dauerhaft senken.
Was bedeutet der CO₂-Preis 2027 konkret?
Der geplante Korridor entspricht rechnerisch einem CO₂-Kostenanteil von rund 1,00 bis 1,18 Cent je Kilowattstunde Erdgas. Bei Heizöl und fossilem Diesel sind es etwa 14,72 bis 17,40 Cent je Liter.
verursachen einen rechnerischen CO₂-Kostenanteil von rund 9.977 bis 11.791 Euro netto pro Jahr.
verursachen einen rechnerischen CO₂-Kostenanteil von rund 14.720 bis 17.396 Euro netto pro Jahr.
Der Korridor wäre gegenüber 2026 keine zusätzliche gesetzliche Erhöhung. Er hält die Belastung aber auf einem hohen Niveau. Ab 2028 soll zudem der europäische Emissionshandel EU-ETS 2 starten. Wie sich die Preise danach entwickeln, ist heute nicht sicher.
Stand 23. August 2026: Der Korridor für 2027 ist Teil eines Gesetzentwurfs und noch nicht endgültig in Kraft.
Warum Abwarten Geld kosten kann
Jede eingesparte Kilowattstunde Erdgas und jeder vermiedene Liter Diesel reduziert nicht nur den Energieeinkauf. Gleichzeitig sinkt auch der CO₂-Kostenanteil. Genau dadurch werden Effizienzmaßnahmen wirtschaftlich attraktiver.
Senkt ein Unternehmen seinen Erdgasverbrauch beispielsweise um 300 MWh pro Jahr, spart es allein beim CO₂-Preis rund 2.993 bis 3.537 Euro jährlich. Hinzu kommen die vermiedenen Kosten für das Erdgas selbst.
Besonders interessant sind häufig:
- Optimierung von Heizung, Regelung und Betriebszeiten
- Wärmerückgewinnung und Nutzung vorhandener Abwärme
- effizientere Prozesswärme und niedrigere Temperaturniveaus
- Wärmepumpen und Elektrifizierung geeigneter Prozesse
- Elektrofahrzeuge und Elektrostapler bei passenden Einsatzprofilen
Was INNOVAT.ing für Ihr Unternehmen prüft
INNOVAT.ing berichtet nicht nur über den neuen CO₂-Preis. Wir berechnen, welche Kosten in Ihrem Unternehmen tatsächlich entstehen und wo Sie wirksam gegensteuern können.
Wir analysieren Wärme, Prozesse, Gebäude und Fuhrpark. Daraus entwickeln wir konkrete Maßnahmen mit Energieeinsparung, Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und möglichen Fördermitteln. Ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 schafft dafür eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
- CO₂-Kosten für Wärme und Fuhrpark berechnen
- größte fossile Verbraucher identifizieren
- wirtschaftliche Einsparmaßnahmen priorisieren
- Fördermöglichkeiten vor der Beauftragung prüfen
Was kostet der CO₂-Preis Ihr Unternehmen?
Für eine erste Einschätzung reichen meist die Jahresverbräuche von Erdgas, Heizöl, Diesel und Benzin. Wir zeigen Ihnen unverbindlich, welche Kosten entstehen und wo die größten Einsparpotenziale liegen.
Quellen
- Gesetzentwurf zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes
- § 10 Brennstoffemissionshandelsgesetz
- Amtliche Emissionsfaktoren der EBeV 2030
Die Berechnungen sind gerundet und dienen der Orientierung. Tatsächliche Abrechnungswerte können durch Brennstoffqualität, biogene Anteile, Liefervertrag und Umsatzsteuer abweichen.